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Ostseegruss

Endlich wieder da. Die TonSchmidt-Kolumne. Zum lesen.

 


The Curse of Beate und Irene

oder "Das hat die Welt noch nicht gesehen?"

 

 

(ms) Gruselfilme mit schlechter Story schienen passé. Doch es scheint wirklich wahr: Beate und Mutti Irene sind zurück. Via einem großen Privat-TV aus Köln dürfen wir nunmehr – so wir wollen – also eine Renaissance der übelsten B-Movies erleben. Wer jetzt auf ein Splatter-Happy-End setzt, hofft vergebens. Immerhin jedoch, glaubt man, stirbt die Hoffnung zuletzt, weshalb man entschuldigend sagen darf: Keiner kann sich malen. Aber es gibt Schminke, weshalb man die beiden Protagonistinnen hie und da offenbar bunt angemalt hat. Daß das oder gar OP´s bei gewissen Spezialisten nicht ausreichen würden, war ja klar. Vielleicht oder gerade deshalb hat man Dick und Doo... äh... Tochter und Mutter an das andere Ende der Welt geschickt. Weit genug, glauben Sie? Weit genug, weiß ich, kann es nur sein, wenn Beate und Mutti plötzlich von einem NASA-Bildschirm winken. Dann nämlich, wenn sie vom MarsRover Curiosity gefunden werden. Doch soweit war es dann wohl doch nicht. „Das hat die Welt noch nicht gesehen“ ist der Titel der Sendereihe von und mit Beate und Irene, mit dem man es hätte besser wohl kaum ausdrücken können. Im gleichnamigen Pop-Song jedenfalls (jegliche Zusammenhänge scheinen rein spekulativ) ist die Rede von "manchen Wesen die schön sind, innen wie außen". Da sind wir wieder bei der Hoffnung. Doch in dem Songtext geht es auch um Höllenqualen. Und die seien egal. Ach deshalb...

 

 

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What is it, Herr Schmidt??

 

(ms) Gut-gut, es kommt ja schon mal vor, daß ein gänzlich unbekannter Song für eine kommerzielle Werbung verwendet und dadurch bekannt, wenn nicht gar ein Hit wird. Da gibt es eine Reihe von Beispielen, die zugegeben, in der Regel für nicht mehr als eine Eintagsfliege taugen. Aber egal, immerhin sind es so viele, daß schon Doppelalben gefüllt wurden. So weit, so gut. Jetzt scheint wieder so ein Ding unterwegs zu sein. 500 Klicks innerhalb weniger Stunden bei einem bekannten Videoportal sind nicht das schlechteste Ergebnis, auch, oder gerade weil die Nummer scheinbar nicht im CD-Regal des MP3-Händlers Ihres Vertrauens zu finden ist. Bisher. In dem kommerziellen Werbespot übrigens kommt ein alter Bekannter auch mal wieder auf die Mattscheibe: Günter Netzer, seines Zeichens ehem. Starfußballer erster Klasse und auch gern gesehener Rundlederkommentator mit Humor oder mit Biss oder mit... na jedenfalls mit langen Haaren, ist nicht zum ersten Mal zu sehen im Spot eines Mobilfunkanbieters. Bereits das zweite Mal, und daher vielleicht auch... doppelt gut? Nundenn, wenigstens heißt der Song so. Angeblich. Dr. Good Good. Mindestens interessant - oder gar... ein Hit? Wohl kaum. Oder doch? Gut-gut, Dr. Good Good. Und da schließt sich der Kreis. Punkt. The Point.


Wer´s hören will schaut hier, ohne Netzer. Und ohne Schmidt.

 

Magnificient Room - Dr. Good Good.

 

 

Youtube-Verlinkung: Entfernt. Skandal.

 

 

 

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Back to the Dingens.

 

(ms) Ok, daß deutsche Schlagertexte gerade aus den 70ern nicht immer nur Grund zum inneren abfeiern, sondern eher zum „abfeuern des Inneren“ geben, ist nun wirklich nicht neu. Und manchmal, oder manchmal auch öfter, was ganz im Auge des Betrachters zu liegen scheint, ist nicht nur sogar die damalige schon aus zeitgenössischer Sicht als interessant zu bezeichnende Mode einen echten Hingucker wert. Doch ich schweife ab. Damals, genauer im Jahre 1976 war es, als der schon heute zu Lebzeiten zur Fernseh-Sabbel-Legende gewordene Dieter-Thomas Heck in der ZDF-Hitparade wieder einmal eine deutsche Cover-Version präsentierte. Viele Stücke jener Zeit übrigens waren deutsche Cover von im Ausland erfolgreichen Superhits. Hier war es Ireen Sheer die im Duett mit Gavin Du Porter (who the Hell... übrigens: geile Frise...) Elton John und Kiki Dee´s Megakracher „Don´t go breaking my heart“ verunglimpfte. Nicht genug, sich so etwas überhaupt zu trauen, nein, Texter Woitkewitsch, eher bekannt für erfolgreiche Adaptionen wie Carells „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“, muß hier wohl richtig einen im Tee gehabt haben. Mal ehrlich. Wie gut bitteschön reimt sich „gern“ auf „Dir“? Meine Lieblingsstelle im „Song“ jedoch ist immer noch Du Porter´s „Ich trage dich auf Händen“, worauf Ireen Sheer ihm entgegenschmettert „Wie gut, daß ich nicht schwer bin.“ Glück gehabt, oder was? Einfall und Ausfall, was hier bewiesen scheint, liegen nah beieinander. Die Frage nach der Chartplatzierung indes bleibt unbeantwortet. Ich jedenfalls habe nichts gefunden. Und so bleibt doch immerhin eines am Ende einer 1976er ZDF-Hitparaden-Wiederholung: Schöner Anzug, und: Geile Frise. Sehr geile Frise.

 

 

Youtube-Verlinkung klick hier!

 

 

 

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Ein „IA“ für Berlin!

(ms) Sie haben Recht. Diese Laute geben in der Tat sogenannte „Grautiere“ von sich. Doch das soll keineswegs eine Anspielung auf den Berliner Flughafen sein. Hier wird ja – gerüchteweise - gemunkelt, es müssen eben diese Grautiere am Bau beteiligt sein. Aber lassen wir das. Im Osten von NRW geht es um die simple Frage:

DT + LE ≥ LIP?

In diesen Tagen erregen eine handvoll schwarzgedruckter Buchstaben auf weiß-blauem Blech die Gemüter. Da gibt es doch tatsächlich eine Reihe von Landkreisen, die... Moment. Das stimmt so nicht. Es gibt nämlich eine Reihe von ehemaligen Landkreisen, genauer gesagt ehemaliger Kreisstädte von ehemaligen Landkreisen, die doch tatsächlich ihre ehemaligen „Nummernschilder“ wieder haben wollen. Und teilweise auch bekommen. Die Anträge der ehemaligen Kreisstädte Lemgo und Detmold, LE und DT neben dem normalen LIP wieder einzuführen, wurden in diesen Tagen jedoch nach langen Diskussionen und kurzen Unterschriftenlisten endlich abgeschmettert. Was waren das doch für Zeiten, als man mit DT noch für einen „Dortmunder“ gehalten wurde und bei Ansicht von LP an Lippe dachte. Das war zwar falsch, aber doch eine Unterscheidung. Und da ist man schon beim Punkt. Die liebevoll „Nummernschilder“ genannten Blechtafeln heißen offiziell nämlich „Unterscheidungszeichen“. Und weil wir in Lippe unsere Wiedervereinigung schon im Jahre 1973 feiern durften, haben wir das – zugegebener Maßen „erst“ 17 Jahre später – auch auf unserem Unterscheidungszeichen kundgetan. Denn auch die lippischen Autofahrer unterscheiden sich jedenfalls nicht durch den Verwaltungsbezirk. Wir sind ein Volk. Wir sind ein Kreis. Wir sind LIP.

Wer diese Wiedervereinigung durch Nummernschildspalterei leugnen will, der ist vielleicht auch für das alte Ost-Berliner Kennzeichen in der DDR, das war „I“ oder noch weiter zurück „IA“. Und da sind wir wieder bei den Grautieren.

 

 

(C) Texte: TonSchmidt.de. Videos über das Portal Youtube

Das gehört zum guten Ton.  | info(a)tonschmidt.de